Nabu für Wolfsansiedlung – Fachtagung
Bundesweite Fachtagung in Hannover – Ängste abbauen ist das Ziel.
Vor rund zehn Jahren ist der Wolf nach Deutschland zurückgekehrt. Seitdem werden fast jährlich Wolfswelpen in unserer Kulturlandschaft geboren. Etwa sechs Wolfsfamilien haben sich bisher in Sachsen angesiedelt. Das Territorium einer Familie ist rund 300 Kilometer groß. Nachgewiesene Abwanderungsdistanzen von Jungwölfen, die ihre Rudel verlassen, können über 1000 Kilometer betragen.
Wenn ein geeigneter Lebensraum vorhanden ist, kann er diesen als Langstreckenläufer binnen weniger Wochen an jedem Punkt in Deutschland erreichen. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Hessen und Bayern können sich daher durchaus dauerhafte Wolfsterritorien bilden.
Als Rückkehrer in sein ehemaliges Verbreitungsgebiet ist der Wolf ein natürlicher Bestandteil des Ökosystems. Deshalb hat der Nabu mit dem Rückhalt diverser internationaler, europäischer und deutscher Naturschutzabkommen, Richtlinien und Gesetze die den Wolf schützen, seit Jahren viele Aktivitäten auf kommunaler, landes- und bundesweiter Ebene zum Schutz des Wolfes ergriffen.
Sinn und Zweck all dieser Veranstaltungen für und mit der Öffentlichkeit ist es, das Verständnis für den Wolf zu wecken, Ängste abzubauen, Sorgen bei den Tier- und insbesondere bei Schafhaltern sowie den Jägern abzubauen und eine offene Informationslage zu schaffen.
Quelle: "hallo SONNTAG"


